Beschreibung
Als Guillaume Henri Dufour den Auftrag erhielt, eine moderne Landkarte der Eidgenossenschaft im Massstab 1:100 000 zu erstellen, heute Dufour-Karte genannt, verlangte er vom Kanton Zürich eine Verfeinerung des grossmaschigen schweizerischen Dreiecknetzes durch eine Triangulation 3. Ordnung und eine neue topografische Aufnahme im Massstab 1:25 000 mit Höhenkurven von 10m Äquidistanz. Unter der Leitung von Johannes Wild entstanden 25 von Hand gezeichnete Blätter, die Dufour prüfte und für die weitere Verarbeitung für gut befand: Pour copie conforme, Le Directeur G.H. Dufour. Aus Anlass des 100-jährigen Bestehens der Geographisch-Ethnographischen Gesellschaft Zürich wurden 1989 diese Originale faksimiliert.
Der Druck der Dufour-Karte erfolgte einfarbig als Kupferstich. Mit Schraffen, die im Gebirge durch klare Felszeichnung ergänzt wurden, und durch Nordwestbeleuchtung erzielte Dufour eine eindrückliche Reliefwirkung. Die schwarzen Schraffen füllten aber das Kartenbild, und die Reduktion der Vorlage vom Massstab 1:25 000 auf 1:100 000 liess zudem ur wenig Platz für Details. Das Topografische Bureau in Zü,rich, Vorgänger des Kantonalen Vermessungsamts, entschloss sich, Wilds Originalblätter überarbeiten zu lassen und in Stein zu gravieren. die nun entstehende Wild-Karte ist reich an Ortsnamen, klarer in den Einzelheiten und enthält auch die seit der Kartenaufnahme neu gebauten Eisenbahnlinien. Im Steindruck konnten zudem farbibe Flächen gedruckt werden. Es brauchte vier Lithografiesteine je für die Farben Schwarz, Blau, Grün und Braun. Der Hellgrüne Waldton gibt den Kartenblättern ein freundliches Aussehen.


matthieu-admin (Verifizierter Besitzer) –
Schöne Karte!